Trailpark Jamnica in den Slowenischen Alpen - Koroska

Der Trailpark ist ein kleines Paradies hand-tuchbreiter Pfade. Man kann sich gut an die Naturtrails herantasten und immer wieder am Ekohotel Koros pausieren.

Signature Trail Fakten

  • 17 km
  • mittel
  • 500 m

Fahrtechnik: ●●●○○
Fahrspaß: ●●●●●
Landschaft: ●●●○○

Aufstieg: Pedalieren, Shuttle
Beste Reisezeit: April - November
Bike-Empfehlung: Trailbike, Enduro, eMTB

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Trailpark Jamnica

Bei Trailcentern dachte ich früher an England, an Schottland und Wales, doch eigentlich nicht an Slowenien. Das änderte sich nach einem Besuch im Trailpark Jamnica rund um das Ekohotel Koros von Anej und Dixi Strucl.

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Bike-Paradies in den Slowenischen Alpen

Bei Slowenien denkt man als Outdoorsportler meist erst einmal an das Soča-Tal. Doch auch nahe der Kärntner Grenze, nur einen Steinwurf von Bleiburg entfernt, werden Bikerträume wahr. Wir fahren nur wenige Kilometer nach Slowenien hinein, bevor wir schon wieder von der Hauptstraße ab und in ein großes Waldgebiet einbiegen. Irgendwann ist die Straße zu Ende und ein Schotterweg schlängelt sich immer weiter den Berg hinauf. Und hier auf dem Rücken eines dieser zahlreichen Hügel steht das Ecohotel Koros. Ein alter Bauernhof, der zum Bike-Paradies umgebaut wurde. Statt Schweinen finden sich Bikes in den Ställen. Obst und Gemüse wird allerdings noch immer angebaut.

Dixi, der Vater, und Anej, der Sohn, sind wahre Mountainbike-Tausendsassas. Anej leitet die slowenische Guide-Ausbildung, ist in der Ausbildung auf europäischer Ebene aktiv, organisiert das Black Hole Festival mitsamt Endurorennen und mittlerweile Enduro World Series-Stopp. Er baut Trails unter Tage, über Tage und managt den familieneigenen Hof mitsamt Unterkunft, Guiding und Shuttle. Und eine kleine Familie hat er auch noch – allesamt natürlich bikebegeistert.

Wir laden die Bikes ab, beziehen rasch unsere Zimmer und verlassen das Haus direkt wieder in Bikeklamotten. Ausgerüstet mit der kleinen Karte geht es nun in den Trailpark. Direkt vom Hof aus starten die ersten Trails, natürlich in den Hang gelegt mit vielen Wurzeln, Steinen und Stufen, mit engen Kehren und off enen Kurven – mit losem Untergrund, aber eben auch weichem Nadelboden. Dank Karte und stringenter Beschilderung lassen sich die Trails leicht finden und zu spannenden Runden kombinieren. Und das Beste – es gibt sogar einen Uphill-Trail. Auf diese Weise muss man nicht immer den Forstweg nehmen, um wieder bergauf zu gelangen, sondern kann sich ziemlich spaßig über einen schmalen Weg nach oben schrauben.

Gemeinsam macht es am meisten Spaß

Wir kommen zurück zum Hof, wa-schen unsere Bikes und setzen uns auf die Treppe vor dem Haupteingang. Diese Treppe ist gefühlt eines der wichtigsten Elemente des Ecohotels.  Hier kommen morgens und abends alle zusammen – egal ob mit Kaffee oder Bier. Hier werden Pläne geschmiedet, hier werden Geschichten erzählt und neue Freundschaften geknüpft. Das ist der perfekte Bikeurlaub – die Fokussierung auf das Wesentliche. Auf Biken, auf Trails und die Menschen, die biken.

Der Ausblick bietet dabei neue Perspektiven. Man schaut direkt auf die Karawanken-Nordseite, genauer gesagt auf die Petzen, die weitere, wirklich lange und teils anspruchsvolle Trails bietet. Doch nicht nur eine politische Grenze trennt uns von der Petzen, sondern auch eine geologische. Während wir uns hier im Mittelgebirge mit griffigem Wald- und Felsboden befinden, findet man im Karawankengebiet kalkhaltiges Gestein. Vor allem bei Nässe empfiehlt es sich daher im Trailpark zu bleiben, um eine Rutschpartie zu vermeiden.

Perspektiven

Die Trails um das Ekohotel wurden für die Bike-Community gebaut. Ihre Benutzung kostet nichts, und so gibt man bereitwillig etwas in die Spendenkasse vor dem Eingang. Wer von der Region mehr erfahren möchte, hat die Möglichkeit, die Trails am Petzen zu erkunden oder mit Anej unter Tage biken zu gehen. In einer stillgelegten Mine hat er einen Enduro-Trail gebaut, der sogar Teil des slowenisch-österreichischen Stopps der Enduro World Series wurde. Es gibt also durchaus noch viel mehr zu erkunden. Doch für dieses Mal denke ich „Wozu“? Hier habe ich alles was ich brauche: Bikes, Trails, gutes Essen und viele Gleichgesinnte zum Biken und Geschichten erzählen.

Wissenswertes

WISSENSWERTES

Der Trailpark Jamnica wird von Anej, seinem Vater Dixi und vielen Freunden in aufwändiger Arbeit unterhalten. Der gesamte Hang rund um den alten Bauernhof ist durchzogen von spaßigen und speziell fürs Mountainbiken angelegten Pfaden. Dank der Beschilderung und einer kleinen Karte in der Tasche findet man sich hier leicht zurecht.

Geheimtipp

GEHEIMTIPP

Biken in einem aufgegebenen Bergwerksstollen im sogenannten „Black Hole“ ist sicherlich eines der Highlights der Region. Hier wurde 2018 sogar eine Stage der Enduro World Series ausgetragen.

Fotopunkt

FOTOPUNKTE

Treppe vor dem Haus: Klingt unspektakulär, doch von hier aus hat man einen tollen Blick zum Petzen und Kaffee und Bier schmecken hier besonders gut.

Trail oberhalb des Hofes: Hier führt ein offener Weg hinab zum Hof mit einem tollen Panoramablick.


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