St. Anton am Arlberg: ein kleiner Ort mit großen Geschichten
Facts & Figures von 1.304 m, 220 Bike-Kilometern, Skilegenden und hochalpinen Abenteuern

99 Luftballons, 2.811 Meter und 220 Kilometer
Was macht diesen Ort eigentlich so besonders, dass Menschen immer wieder nach St. Anton kommen? Sogar NENA, die für gewöhnlich Arenen in Großstädten füllt, ist ein großer Fan des kleinen Tiroler Orts am Arlberg und gab hier 2024 eines ihrer Konzerte – hoch oben auf 1.304 m Seehöhe zwischen Lechtaler Alpen und Verwallgruppe, mit „99 Luftballons“ und jeder Menge 80er-Jahre-Gefühl.
99 Luftballons auf 1.304 m? Das ist erst der Anfang. Denn St. Anton am Arlberg hat noch einige andere ziemlich bemerkenswerte Zahlen zu bieten. Und die erzählen eine Menge über diesen ganz besonderen Flecken Tirol.
1.304 Meter
... und damit ist längst nicht Schluss.
St. Anton am Arlberg liegt auf 1.304 Metern. Die umliegenden Ortsteile liegen teilweise noch höher: St. Jakob auf 1.300 Metern, St. Christoph sogar auf 1.800 Metern. Und wer noch weiter hinauf möchte, erreicht mit der Vallugabahn einen der höchsten mit einer Seilbahn erreichbaren Punkte der Region: den 2.811 Meter hohen Gipfel des Valluga exakt an der Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg.
Für Mountainbiker bedeutet die alpine Höhenlage vor allem eines: Hier beginnt das alpine Erlebnis nicht erst weit oben sondern genau vor der Haustüre. Zwischen Stanzertal, Verwall und Lechtaler Alpen warten Touren, bei denen Höhenmeter und Panorama ganz selbstverständlich zusammengehören.
220 Kilometer, 8 Ladestationen
Das Bike-Revier rund um den Arlberg .
220 Kilometer umfasst das ausgeschilderte Bike-Streckennetz rund um St. Anton. Die Bandbreite reicht von entspannten Talrouten bis zu anspruchsvollen Mountainbike-Strecken. Und auch für e-Mountainbiker ist gesorgt: das Ladenetz umfasst mittlerweile 8 Ladestationen an strategischen Punkten wie etwa der Bergstation Rendl, der Darmstädter Hütte oder der Konstanzer Hütte. Pro Station können gleichzeitig 4 Bikes aufgeladen werden – in 20 Minten bis zu 80 Prozent. Da geht sich ein Kaiserschmarren und ein Café locker aus.
Genau diese Mischung macht den Arlberg auch im Sommer spannend: Wer es gemütlich angehen möchte, findet ebenso seine Route wie ambitionierte Mountainbiker, die alpine Herausforderungen suchen. Belohnt wird die Anstrengung mit Blicken auf einige der schönsten Hochtäler der Region – und mit Tiroler Spezialitäten auf den zahlreichen Hütten.
Ein paar Touren-Highlights gefällig? Die Verwall-Runde mit ihren Bergseen, die Touren Richtung Konstanzer, Heilbronner oder Darmstädter Hütte. Wer noch höher hinaus möchte, kombiniert Bike und Wanderschuhe beim Trendsport Bike & Hike.
5 Kilometer – 770 Tiefenmeter
Das sind die Eckdaten des Galzigtrails.
Der Singletrail Galzigtrail führt von der Bergstation der Galzigbahn hinunter Richtung St. Anton und ist mit seiner Schwierigkeitsstufe „schwer“ ein echtes Gustostück für routinierte Enduro-Trailfahrer. Mit hochalpinem Panorama geht’s über den Osthang 770 Tiefenmeter ins Dorf. Dazwischen: anspruchsvolle Passagen, Sharedtrail Richtung Dengert, ein Stück über die Alte Arlbergstraße, imposante Blicke ins Stanzertal, auf die Lechtaler Alpen und die Verwallgruppe, Schotter, Waldwege, Almen & Asphalt und jede Menge alpiner Trailspaß.
Steile Entwicklung von 1270 bis 1921
Ein kleiner Ort mit großer Geschichte.
Die Geschichte des Ortes mitten in den alpinen Bergwelt Tirols ist eng mit der Entwicklung des alpinen Skilaufs verbunden, die St. Anton weit über Tirol hinaus bekannt gemacht hat. 1270 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt, ab 1900 ging es dann Schlag auf Schlag:
- 1901 wurde der Ski-Club Arlberg gegründet
- 1902 fand der erste Bergskiführerkurs in St. Anton statt
- 1907 wurde Hannes Schneider im Hotel Post der erste Skilehrer in St. Anton am Arlberg und gründete
- 1921 die legendäre Skischule Arlberg
- Skipioniere wie Karl Schranz schrieben in den späten 60er und frühen 70er Jahren internationale Skigeschichte und besiegelten den weltweiten Ruf St. Antons als Wiege des alpinen Skilaufs
- 1962 wurde der St. Antoner Schranz bei der WM in Chamonix Weltmeister in Abfahrt & Kombination; 1969 und 1970 den Gesamtweltcup
- im selben Jahr wird auch die St. Antonerin Gertrud Gabl Gesamtweltcupsiegerin
300 Pisten- 200 Tiefschnee- & 220 Bike-Kilometer
Größtes Skigebiet Österreichs
Heute gilt St. Anton am Arlberg gemeinsam mit St. Christoph, Stuben, Lech, Zürs, Warth und Schröcken als größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs – mit insgesamt 300 Pistenkilometer und 200 Tiefschneekilometer im freien Gelände.
Im Sommer zeigt sich die "Wiege des alpinen Skilaufs" jedoch von ihrer anderen Seite: statt Skiern stehen dann Mountainbikes und e-Bikes vor den Almhütten, statt verschneiter Hänge warten grüne Hochtäler in der alpinen Landschaft und 220 Bike-Kilometer. Wer auf der Suche nach einer perfekten Homebase für seinen Mountainbikeurlaub in St. Anton ist, wird dabei ebenfalls fündig – im Hotel Arpuria | Hidden Luxury Mountain Home direkt in St. Anton. Hausherr Christoph Fahrner ist selbst leidenschaftlicher Biker und e-Mountainbiker und zeigt dir seine Lieblingstouren, wie die Runde durchs Moostal. Hier erwartet dich lässiger Luxus-Bike-Urlaub – mit allen Annehmlichkeiten und Services, die man im Bikeurlaub braucht:
- Geführte (E-)Bike-Touren für jede Könnerstufe
- e-Bike-Verleih im Hotel, MTB-Verleih in unmittelbarer Nähe
- Hauseigenes Rad-Depot
- Entspannung in der Spa-Welt nach dem Biken
- kulinarischer Berggenuss in Zenzis Stube aus dem 18. Jhdt mit traditionellen alpinen Spezialitäten; raffinierte Gerichte im Pura Restaurant, Drinks in der Vita Bar, Wine Tasting im Weinkeller
1.520 bis 2.308 Meter Höhe unter dem Sattel
Alpine Höhenflüge garantiert
Wer lieber länger unterwegs ist als schnell bergab, findet rund um St. Anton zahlreiche Touren mit ganz unterschiedlichem Charakter. Die Verwallsee-Runde bietet Einsteigern eine gute Möglichkeit Mountainbiken mit Landschaftserlebnis zu verbinden: über 14 km und lediglich 226 Hm führt die leichte blaue Tour vorbei an den charakteristischen Seen des Verwalltals.
Experten erweitern hingegen vom Verwallsee aus ihren Radius – und ihren Horizont – auf der schweren Tour zur Heilbronner Hütte: 39 km und 1071 Hm führen in rund 4,5 Stunden bis auf 2.308 m Seehöhe. Der Schwierigkeitsgrad S3 gilt sowohl für die Auffahrt als auch für die anspruchsvolle Abfahrt – das alpine Mountainbikeerlebnis ist dafür einzigartig.
13,9 Kilometer – mitten durch den Arlberg
Anreise per Auto? Oder per Bahn!
Auch unter dem Berg steckt in St. Anton jede Menge Geschichte: Der Arlberg-Straßentunnel ist mit seinen 13.972 m Österreichs längster Straßentunnel. Seit 1978 verbindet er Tirol und Vorarlberg – heute passieren ihn rund 8.000 Fahrzeuge täglich.
St. Anton am Arlberg hat heute aber auch eine eigene Railjet-, ICE-, EC- und IC-Station und ist dadurch gut per Zug erreichbar – ein wichtiger Aspekt für nachhaltigen Mountainbikeurlaub in Tirol.
Wasserkraft ist übrigens seit vielen Jahren auch ein westlicher Bestandteil der Energieversorgung in St. Anton am Arlberg. Drei Wasserkraftwerke erzeugen hier Dank mehrstufiger Nutzung des Wassers rund 52 GWh Strom pro Jahr – und damit mehr als den Eigenverbrauch der Region.
Ein großer Name. Und ganz viel Berg.
Ein Tiroler Bergdorf auf 1.304 m mit internationaler Verkehrsanbindung?
Ja, das ist nur eine der vielen Besonderheiten des Arlbergs. Und vielleicht liegt genau darin der Reiz von St. Anton am Arlberg: Der kleine Ort hat eine große (Wintersport-)Geschichte und einen großen Namen als Wiege des alpinen Skisports.
Wer aber im Sommer hier oben zwischen Lechtaler Alpen und Verwallgebirge aufs Bike steigt, erlebt Mountainbiken, genauso, wie es sein soll: alpin, authentisch, abwechslungsreich zwischen sanften Almwegen, kitschigen Bergseen und hochalpinen Touren.




























