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Signature Trail - Gröden

Cir Trail

Trailfakten

Länge: 1,8 km
Tiefenmeter: 180 m
Aufstieg: Bergbahn
Bike-Empfehlung: Trailbike, AllMountain
Schwierigkeit: leicht
Fahrtechnik: ●●○○○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●●

Beste Reisezeit: Mai - Oktober

zur Signature Trails Trophy

Cir Trail

Die Dolomiten können eigentlich nichts falsch machen. Cir-Spitzen auf der einen Seite, Schlern und Sella-Stock auf der anderen Seite. Dazu noch fantastische Trails und ein bikender Sommelier, garniert mit Craft-Bier. Das klingt schon fast zu genussreich, doch das sind die Zutaten eines einmaligen Biketages im Val Gardena.

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Der frühe Vogel...
Wir sind mit unserem Guide Andrea schon sehr früh am Morgen am Grödner Joch verabredet. Er hat uns einen traumhaften Sonnenaufgang versprochen. Ehrlicherweise sind wir aber vor allem noch etwas verschlafen. Aber gut. So schultern wir unsere Bikes und steigen an der Passhöhe hinter der Frara-Hütte gut 150 hm hinauf. Wir befinden uns unterhalb einer massiven Felswand mit freiem Blick auf die Passstraße, das Gadertal und die Cir-Spitzen. Vor allem der drunterliegende Trail hat es uns angetan. In zahlreichen Kurven schlängelt sich dieser zurück auf die Passhöhe und die Vorfreude steigt. Unseren Blick lenkt Andrea nun aber erst einmal wieder in Richtung Gadertal. Genau hinter dem Fanes-Senes-Massiv steigt die Sonne nun allmählich in die Höhe und erwärmt unsere Gesichter. Erst ein orangenes Leuchten, anschließend helles Licht, das sich in den Nadeln der Kiefern bricht. Er hatte nicht zu viel versprochen.

Nun ist es aber an der Zeit, zu unserem eigentlichen Ziel zu radeln – dem Cir-Trail. Natürlich nicht ohne auf dem Weg einen kurzen Zwischenstopp an der Frara-Hütte einzulegen, um etwas Koffein zu tanken. Das typische italienische Passrestaurant ist der ideale Ort für eine kurze Pause. Schließlich kann man von hier aus das bunte Treiben am Pass am besten beobachten. Motorradfahrer, Autofahrer, Rennradler, Wanderer und Mountainbiker sind bunt gemischt und alle wohl gleich beeindruckt vom Panorama.

Wir lassen uns bequem mit dem Lift bis knapp unter die Cir-Spitzen transportieren. Noch 100 m Einrollen und schließlich befinden wir uns mitten drin im Trailvergnügen. Was aus der Ferne schon spaßig aussah, stellt sich als genau das heraus: Eine wilde Kurverei mit zahlreichen Wellen, Anliegern und auch einigen Sprüngen. Der Trail verläuft dabei nicht stumpf über eine Skipiste, sondern nutzt die Umgebung. Immer wieder verschwindet er hinter massiven Felsen oder kleineren Erhebungen. Im mittleren Teil wurden sogar einige Tables aufgebaut, die für ordentlich Airtime sorgen. Unsere erste Fahrt auf dem Cir-Trail verläuft noch zurückhaltend. Schließlich können unsere Augen nicht so recht vom Panorama ablassen. Wir brauchen sicher 2-3 Fahrten, um uns wirklich ganz auf den Trail fokussieren zu können – und selbst dann müssen wir ab und an anhalten, um unserem Staunen Ausdruck zu verleihen.

Bikegenuss
Zur zweiten Espresso-Pause des Tages erzählt uns Andrea ein wenig von seiner spannenden Jobmischung aus Bikeguide und Sommelier. Im Winter arbeitet er direkt in der Gastronomie und im Sommer bietet er Weinverkostungstouren an. Besonders amerikanische Gäste nähmen dieses Angebot wahr, meint er. Im Grunde liegt es ja auch nahe diese beiden Formen von Genuss miteinander zu mischen. Schließlich kommt das Thema Genießen mehr und mehr zurück ins Mountainbiken. Wo es vor einigen Jahren noch um Schweiß und Qualen ging, wollen Mountainbiker heute Trails und zugleich lokalen Genuss erleben. Was bietet sich da in Italien mehr an als Wein?

Doch neben den leiblichen Genüssen wollen wir die bikenden nicht vergessen. Der Cir-Trail ist nämlich nur einer von zwei Trails, die unterhalb der Cir-Spitzen auf uns Biker warten. In Richtung Wolkenstein verläuft noch ein zusätzlicher Flowtrail unter der Dantercepies-Bahn. Beiden Trails merkt man das handwerkliche Geschick ihrer Erbauer an. Der Linie des Berges folgend wurden diese Wege in den Untergrund gelegt. Und handwerklich wird es auch zum Abschluss unseres Trailtages. Andrea nimmt uns mit nach St. Christina, wo das Eguja-Bier seit 2016 mittlerweile schon gebraut wird. Weil man der ladinischen Tradition und Kultur treu bleiben wollte, heißt das Bier eben nach dem Steinadler – diesem kräftigen und für Freiheit stehenden Tier, das hoch über dem Grödner Tal schwebt.

Mit diesem Bild im Kopf bleiben wir noch lange sitzen und unterhalten uns über Genuss, über Bier und Wein, über das Biken im Grödner Tal und vor allem über die Freiheit, des Dahinschwebens auf dem Trail.

Die schönste Tour zum Trail


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