Noch ist die Saison in vollem Gange und gerade in verblockten oder alpineren Trails ist bei dir noch Luft nach oben? Kein Problem, wir haben hier 5 Trail-Fahrtechniken gesammelt, die dein Fahren auf den Signature Trails – gerade jetzt im Herbst – sicherer und damit auch schneller machen. Denn eine saubere Fahrtechnik bringt nicht nur Sicherheit, sie kann auch Defekte verhindern. Und das wiederum sorgt für wesentlich mehr Flow – auch auf kniffligen Trails.

1. Scanne das Gelände und erkenne so Möglichkeiten!

Der vorausschauende Blick ist einer der essentiellsten Punkte auf dem Weg zu einer schnellen und flüssigen Fahrweise. Das klingt erst einmal einfach, ist aber doch schwer umzusetzen, da oft eingefahrene Sehmuster aufgebrochen werden müssen und es ein hohes Maß an Konzentration bedarf.

Idealerweise sollten wir unseren Blick fließen lassen – und zwar darauf was ca. 3 Sekunden vor uns liegt und was wir fahren möchten. Unser Blick leitet uns aktiv durch den Trail. Nehmen wir mit unserem Blick zukünftige Aktionen vorweg, können wir aktiver handeln und müssen weniger reagieren.

Meist existieren verschiedene Linien. Schau dir das Gelände in Ruhe an und probier nach und nach alle Varianten aus. Damit sammelst du wertvolle Erfahrungen. Bild: Andreas Höfler

2. Nicht um Hindernisse herum! Wähle die direkte Linie!

Das Umfahren von Hindernissen ist meist mit Richtungs- und Geschwindigkeitswechseln verbunden. Beides sorgt für Unsicherheit und erhöht die Gefahr von Stürzen. Große Laufräder, stabile Reifen und eine geschmeidige Position auf dem Bike machen hier viel möglich. Hier bietet es sich an, bei Trainingsrunden einfach mal die ein oder andere direkte Linie zu testen, damit das Hirn sich an diese Neuorientierung gewöhnt und die Scheu verliert.

3. Nutze natürliche Geländeformen zu deinem Vorteil!

Sobald du tief genug stehst, damit Arme und Beine stark gebeugt sind, kannst du Kuhlen, Stufen und Wellen im Trail nutzen um dein Vorderrad aktiv hinein, drüber und durch zu drücken. Das erhöht nicht nur die Geschwindigkeit sondern stellt auch sicher, dass dein Rad mehr Bodenkontakt hat. Das wiederum hilft dir bei anderen Fahrmanövern wie z.B. beim Bremsen oder der Kurvenfahrt. Am besten lässt sich das auf einem Pumptrack üben.

Oft kannst du kleine Wellen als Anlieger nutzen, Steine oder auch Wurzeln pumpen und – vorausgesetzt du fährst entsprechend sicher – als Absprung und Landung nutzen. Bild: Andreas Höfler

4. Optimiere deine Kurveneinfahrten!

Verschaff dir Platz: Um Kurven schnell und sauber zu fahren, benötigst du idealerweise Platz. Nur so kannst du deine Geschwindigkeit hochalten. Versuch dir kurz vor der Kurveneinfahrt auf der kurvenäußeren Seite so viel Platz wie möglich zu verschaffen – um so weiter außen du mit der Kurvenfahrt beginnst, um so größer kann dein Kurvenradius und damit deine Geschwindigkeit ausfallen. Such dir dabei eine Linie, die möglichst wenig Hindernisse beinhaltet und fahre in einem Zug durch. In der Kurvenausfahrt gibst du bereits wieder Druck aufs Vorderrad, um so deine Fahrt aktiv fortführen zu können.

Versetz dein Hinterrad: Abhilfe schafft hier auch das Versetzen des Hinterrades. Du hebst dabei das Hinterrad an und versetzt es zum Kurvenäusseren, ohne dabei die Vorderradbremse zu nutzen. Damit zeigt das Rad schneller zum Kurvenausgang und hilft somit dabei auch engste Kurven geschmeidig und flüssig zu durchfahren. Der Impuls für das Versetzen des Hinterrades muss hier allerdings sehr groß sein. Übe erst einmal im Trockenen auf einer Wiese und taste dich langsam an reales Gelände heran.

5. Überspringe Hindernisse! (Doubeln) 

Wurzeln und Kanten kannst du als natürlichen Absprung nutzen – so kann der Impuls vom Lenker weniger stark sein. Für die Landung suchst du dir idealerweise auch wieder eine Kante, Welle oder Wurzel. Das macht die Landung geschmeidiger und du kannst durch sauberes Pumpen direkt Geschwindigkeit für die Weiterfahrt aufnehmen. Wenn das Vorderrad einen kleinen Tick früher auf dem Boden aufsetzt ist das von Vorteil, denn das Hinterrad wird einfach folgen.

Viele Hindernisse kannst du besonders flüssig fahren, wenn du in der Luft drübersegelst. Bild: Andreas Höfler

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