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Biken in Graubünden in der Schweiz

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Eine Alpenwelt, die keiner anderen gleicht. Graubünden ist hochalpin und in Dingen Mountainbike extrovertiert. Es ist die Vorzeigeregion im Alpenraum, die seit Jahren ein funktionierendes Konzept weiterentwickelt. Hier gibt es die Topografie, die Begeisterung, das Know-how, den Willen und vor allem viele Einheimische, die sich einbringen. Die Bünder biken … und sie schufen und schaffen sich selbst ein Trailparadies. Damit entstand in der Alpen-Enklave auch für uns ein Trail-Schlaraffenland, das wir Jahr für Jahr gerne wieder besuchen.

Text: BIKEKULTUR 2019 / WOM Medien

Graubünden hat 4.000 Kilometer Bikepfade. Unvorstellbar. Es waren Jäger, römische Soldaten, Senner oder schlicht das Vieh, für die die Wege Infrastruktur und Arbeitsgrundlage waren. Später, um die vorletzte Jahrhundertwende, kam der Alpinismus, brachte Bergsteiger und damit die ersten freizeitorientierten Wegenutzer. Irrwitzig der Gedanke, die damaligen Wegarchitekten hätten bei ihrer Arbeit im 18. oder 19. Jahrhundert bereits an die zweirädrige Verwendung ihrer Pfade denken können. Auf diesen Wegen, teils Jahrhunderte alt, bewegen wir uns mit dem Bike noch heute. Gebaut wurden sie, wo sie gebraucht wurden, platzsparend, in die natürlichen Landschaftsmodelle integriert und mit dem, was die Natur hergab. So vielgestaltig die Herausforderungen – Überbrückung reißender Gebirgsbäche, Transitrouten über geröllige Steilhänge, der direkteste Weg zur Alpe –, so unterschiedlich, kreativ und an der Praxis orientiert die Lösungen. Ein frühes „form follows function“. Wegebau ist Architektur. Er setzt Material-, Konstruktions- und Ortskenntnis im Detail voraus. Wissen, das die Bündner seit langer Zeit in ihrer DNS tragen und das durch die Expertise ihrer Bike-Enthusiasten ergänzt wird. Deshalb fährt man hier so abwechslungsreich wie nirgendwo sonst. Von Talböden durch Wälder, über die Baumgrenze hinaus zum Pass, manchmal auch zum Gipfel und retour. Auf sandigem, steinigem, hölzernem Untergrund. Der Höhenluft ausgesetzt, am Wasser entlang oder durch dichten Wald, abgeschirmt vom Lärm des Alltags. Auf Wegen, die Geschichte atmen, oder neu erbauten Flow-, Enduro- und Downhill-Trails.

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Was für jeden Einzelnen fahrbar ist, liegt natürlich am eigenen Können, am Wissen, der Erfahrung und Technik. Trail ist, was man selbst daraus macht. Denn von Bündner Seite gilt (bis auf wenige Ausnahmen): Das gesamte Wegenetz gehört den Bikern. Vom Wander-, Wirtschafts- oder Forstweg bis zum Trail, Pfad oder Steig – alles ist fahrbar. Welchen Weg also beschreiben, welchen herauspicken aus 1.300 Kilometer Trailvergnügen?

Eines ist gewiss. Wer Graubünden besucht, der kommt um die Lenzerheide nicht herum. Hier rollt das Stollen-Rad. Das Herzstück ist der Bikepark Lenzerheide – ein abwechslungsreicher Spielplatz. 2018 war hier der Austragungsort der Mountainbike-WM, und fast jährlich finden hier Mountainbike – Weltcups in allen Disziplinen statt.

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Was du unbedingt fahren solltest ist die Albula Haute Route der Star dieser Gegend. Entlang des Albulatal finden wir hier den Trail-Rohdiamanten Graubündens. Oder die Enduro Runde Rothorn-Arosa-Chur. Oben vom Parpaner Rothorn gibt es eine Menge Abfahrten nach Chur und eine jede garantiert dir Trailspaß. Eine der legendären Routen ist jene nach Arosa und dann vom Hörnli über das Urdental nach Chur – eine klassische Enduro-Tour.

Graubünden ist so etwas wie die alpine Keimzelle des Mountainbikens, wildromantisch, schroff und Spaßbeladen. Es gibt keine bessere Trail-Region, das ist gewiss.

Graubünden

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