Slowenische Alpen
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Signature Trail - Slowenische Alpen

Trailpark Jamnica

Trailfakten

Länge aller Trails: 17 km
Höhenmeter: max. 500 hm
Aufstieg: per Bike
Bike-Empfehlung: Trailbike, Enduro, eMTB
Schwierigkeit: mittel
Fahrtechnik: ●●●○○
Fahrspaß: ●●●●●
Landschaft: ●●●●○

Beste Reisezeit: Anfang April - Ende November
www.slovenia.info
www.slovenia-outdoor.com

Trailpark Jamnica

Wer dachte, Trailcenter gäbe es nur in Großbritannien, hat seine Rechnung ohne Dixi und Anej Strucl gemacht. Vater und Sohn haben in Slowenien, unweit der österreichischen Grenze zu Kärnten, ein kleines Trailparadies geschaffen - den Single Trail Park Jamnica.

Mittelpunkt des Trail Parks ist das Ecohotel Koros - ein alter Bauernhof, wie es hier viele auf den umliegenden Hügeln gibt. Inmitten einer grünen Landschaft und mitten am Berg steht dieser Bauernhof auf einer großen Lichtung mit Blick auf Karawanken und die Petzen. Der Ort ist ein Ruhepol, aber auch Treffpunkt der internationalen Bikerszene. 2018 machte unter anderem die Enduro World Series hier einen Stopp. Jährlich fndet das Black Hole Enduro Festival statt, dessen Organisatoren Anej und Dixi sind - überhaupt scheinen diese beiden Charaktere der Mittelpunkt des Mountainbikens in Slowenien zu sein.

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Eintauchen in eine andere Welt
Wir schnappen uns die Karte des Trail Parks Jamnica und sind fasziniert von der Vielzahl an Wegen, die diesen kleinen Berg durchziehen. Als Start bietet sich der höchste Punkt des Parks, ungefähr 150 Höhenmeter über dem Ecohotel, an. Von hier bis zum tiefsten Punkt der Trails gilt es ungefähr 300 Höhenmeter zu überwinden und das auf feinsten natürlichen Singletrails. Der Charakter der Wege ist immer natürlich - feine Waldböden, zahlreiche Kurven, Wurzeln und ab und an auch Fels. Zwischen den Bäumen schlängeln sich die Wege kunstvoll hindurch, mal an einem kleinen Bach entlang, mal an einer Weide, meist aber im Wald, sodass man sich ganz auf das eigene Fahren und den Weg fokussieren kann. Der ein oder andere Trail wurde durch Holzelemente aufgewertet, durch Anliegerkurven und kleine Sprünge, doch die Eingriffe sind immer minimal. Der Naturbezug steht klar im Vordergrund. Für Anfänger sind die Wege dennoch nichts, sind sie doch anspruchsvoll und teilweise ziemlich steil.

Unten angekommen, treffen wir für uns auf ein Novum: ein Trail bergauf? Der schmale Pfad windet sich in schier endlosen Kehren den Hügel wieder hinauf und wir sind begeistert. Der Anstieg macht beinahe ebenso viel Spaß, wie die Abfahrt. Wieder einmal fragen wir uns, warum in anderen Gebieten der Anstieg so sträflich vernachlässigt wird, ist er doch gerade zeitlich ein so elementarer Bestandteil des Bikens. Der Uphilltrail endet unterhalb des Ecohotels - hier zweigen zahlreiche weitere Wege ab. Verbunden werden sie von der sanft ansteigenden Forststraße.

Es gibt viele Trails rund um das Ecohotel Koros - zu viele für einen Tag. Sie sind der perfekte Einstieg, um dem Alltag zu entfliehen, um einfach mal wegzukommen, hier, inmitten dieser slowenischen Natur- und Kulturlandschaft. Eine perfekte Symbiose - dieser Ruhepol am Berg mit den wilden Trails im Wald.

Alpines Biken in Slowenien
Für längere Aufenthalte sollte man seinen Blick aber weiten. Slowenien ist noch immer ein Outdoor-Geheimtipp. Klar, das Soca-Tal kennen Kanuten - doch die Julischen Alpen bieten auch Mountainbikern eine schier unendliche Spielwiese, wenn auch eine teils karstige. Ein Highlight sind dabei sicherlich die Mountainbike-Touren unter der Erde. In der Gemeinde Prevalje befndet sich das aufgelassene Bergwerk Mezica. 2018 entstand hier der Black Hole Enduro Trail - ein anspruchsvoller Trail, der sich auf bis zu acht Kilometer Länge durch die alten Stollen zieht – ein einzigartiges Erlebnis.

Doch auch an der Oberfläche gibt es in Slowenien noch einiges zu entdecken. Mit 2.864 Metern beherbergen die Julischen Alpen den höchsten Berg Sloweniens, den Triglav. Diesen hat man, gerade beim Biken im Soca-Tal, oft im Blick - eindrucksvoll thront er schroff über dem Tal. Die Mischung aus schroffen Gipfeln und zum Teil eher sanften Hügeln macht das Landschaftsbild Sloweniens aus, ebenso die zahlreichen tief türkisblauen Flüsse. Dieses Spannungsfeld kann man mit dem Mountainbike perfekt erfahren - wilde Trails in der Höhe, herausfordernde Pfade in den Wäldern und gemütliche Erkundungsfahrten entlang der Flüsse, in denen man sich nach dem Biken abkühlen kann.

Neben der vielfältigen Natur ist es vor allem die immer wieder offensichtlich werdende Geschichte, die der Gegend ein besonderes Ambiente verschafft. An den alten Pfaden fnden sich oftmals Überreste des Gebirgskrieges der 1920er-Jahre. Ein heiß umkämpfter Stellungskrieg herrschte hier, der zwar, ebenso wie die römische Geschichte, zahlreiche Wege hinterließ, doch in der Bevölkerung vor allem Leid.

Das Gefühl, das sich hier immer wieder einstellt, ist ein tiefes, ehrliches Staunen. Ein Staunen über die Ruhe und Einsamkeit, über die gleichzeitige Erschlossenheit durch vielfältige Wege, über die historischen Zeugnisse, die schroffen Berge sowie Seen und Flüsse in einer Farbe, die man sonst in den Alpen kaum fndet.

Bleder See
Besonders erwähnenswert für Familien ist die Region rund um den Bleder See. Die gemütlichen Touren entlang des Sees, an der Grenze des Triglav Nationalparks, sind für Biker in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. Der Nationalpark ist eine europäische Einzigartigkeit, fast völlig unbebaut erleben wir dort Natur wie sonst nur in Kanada oder Neuseeland. Von Bled ist es auch nur ein Katzensprug auf die Pokjuka und zu den Jelovica Bergen. Dort warten eine Menge Singletrails auf dich. In Biker-Kreisen werden die noch als absolute Geheimtipps gehandelt. Hier herrscht Pioneergeist. Lebe das Entdecken.

Die schönste Tour zum Trail


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