Klopeiner See
Klopeiner See
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Signature Trail - Klopeiner See

Petzen- Flow Country

Trailfakten

Länge: 12 km
Tiefenmeter: 600 hm
Aufstieg: Petzen Bergbahn
Bike-Empfehlung: All Mountain
Schwierigkeit: Leicht

Fahrtechnik: ●○○○○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●○○

Beste Reisezeit: April - Oktober
Einkehr: Petzenstüberl
www.klopeinersee.at

Petzen-Flow Country

Flow Country: Endless Flow. „Das ist wie Ski fahren.“ „Nee, wie fliegen!“ – Flowtrails liegen voll im Trend. Schon Anfänger können hier den Zauber der Geschwindigkeit erleben. Flowtrails haben nur einen Nachteil: Sie sind immer viel zu schnell vorbei. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in Kärnten ein Flowtrail gebaut, der sämtliche Rekorde sprengt.

Bei der Ankunft in der Region Klopeiner See wird man erst einmal stutzig: Hier soll sich der längste Flowtrail Europas verbergen? Den Alpenhauptkamm mit seinen 3.000ern und seinen tief eingeschnittenen Tälern hat man hier bereits hinter sich gelassen – die berühmten Skigebiete mit ihrem Glanz und Glamour ebenso. Die Region Klopeiner See empfängt einen mit ländlicher Idylle: Verschlafene Orte verstecken sich zwischen ausgedehnten Getreidefeldern, dazwischen ruhen überall die berühmten Seen vor sich hin: Turnersee, Völkermarkter Stausee und schließlich der namensgebende Klopeiner See – einer der wärmsten Badeseen der Alpen. Im Osten thront, eingerahmt vom Blau des Himmels und vom Gold der Felder, ein imposantes Bergmassiv: die Petzen. Ihr weißer Kalkstein flimmert an heißen Tagen in der sommerlichen Hitze und lässt sie wie eine Verheißung wirken. Eine Landstraße windet sich durch die Dörfer Richtung Fuß des Berges und schließlich zur Talstation der Bergbahn. Spätestens hier wird dann auch deutlich, dass man richtig ist: Der Parkplatz wird von Campern, VW-Bussen und Autos mit Fahrradträgern belagert.

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Um sie herum sitzen Mountainbiker in kleinen Grüppchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: hier eine Familie mit drei Kindern auf Hardtails, dort eine Gruppe junger Männer mit Downhill-Bikes, selbst ein älteres Ehepaar mit Trailbikes ist gerade dabei, die Helme aufzuziehen und zum Lift zu radeln. Am Ticketschalter hat man die Qual der Wahl: Ganztageskarte oder Einzelfahrten? „Tastet euch erst mal ran“, empfiehlt eine junge Frau mit Enduro-Bike, „zwölf Kilometer sind echt lang!“ Sie erzählt, dass sie erst seit letztem Herbst Mountainbike fährt und nach ihrer ersten Abfahrt hier ganz schön platt war. Der Flow Country sei für sie das perfekte Übungsgelände: keine Wurzeln, keine Steinfelder. „Ich kann mich voll auf die Kurven konzentrieren und auch mal richtig schnell werden – das ist der ultimative Flow“, erklärt sie.

Die Gondel bringt Fahrer und Bikes bequem bis knapp unter den Gipfel. Von hier bis zum Kamm und damit zur slowenischen Grenze sind es nur noch wenige Meter. Wer die Singletrails auf der slowenischen Seite herunterfahren möchte, sollte sich einen Guide bei Bike Nomad buchen, der Guiding-Agentur direkt hinter der Grenze: Sie hat Absprachen mit den Jägern und Waldbesitzern und weiß, welche Wege zu welcher Jahreszeit befahren werden können. Auf der österreichischen Seite ist die Trail-Auswahl dagegen ein Kinderspiel: Pfeile weisen den Weg zum Einstieg in Thriller und Flowtrail – verfahren ausgeschlossen. Und dann geht es los: Wie ein weißer Teppich zieht sich der stets zwei Meter breite, geschotterte Trail erst durch lichten, dann durch immer dichter werdenden Wald.

Nach den ersten Kurven wird klar: Hier kann man es laufen lassen. Die Radien der Kurven drücken einen bei ausreichender Geschwindigkeit in angenehme Schräglage, Wellen und kleine, abrollbare Tables laden zum Spielen und Abziehen ein. An einigen Stellen ist allerdings Vorsicht angesagt: Der Trail läuft steil abfallende Berghänge entlang, besonders ausgesetzte Stellen sind mit Fangnetzen abgesichert.

Weiter und weiter geht es, Zeit und Raum verschwimmen irgendwann zwischen dem ständigen Wechsel von Rechts- und Linkskurven. Wie weit wir schon sind? Unmöglich zu sagen. Hier wird deutlich, was die junge Frau am Lift meinte: Nur weil es zwölf Kilometer lang bergab geht, heißt das nicht, dass es nicht anstrengend wäre. Die Oberschenkel brennen und der Kopf braucht immer mal wieder eine Pause. Belohnt wird man dafür mit einem immer besseren Fahrgefühl, sodass am Ende irgendwann auch Körper und Fahrrad miteinander zu verschmelzen scheinen.

Auffällig ist die gute Qualität der Anlieger. Viele sind komplett neu geshaped und dadurch makellos, wie frisch gebaut. Ein Trail-Pflegeteam, bestehend aus drei bis vier Trail-Bauern, ist die ganze Saison über im Einsatz. Mit schwerem Gerät und jeder Menge Schotter rücken sie Bremswellen zu Leibe. Das Resultat: ein Streckenzustand, der so manchen Bikepark alt aussehen lässt. Unten angekommen, führt kein Weg am Petzenstüberl vorbei. Ein kühles Getränk, eine kleine Stärkung, ein paar Anekdoten über die Highlights der letzten Abfahrt - dann steht auch der zweiten Runde nichts mehr im Wege.

 

Die schönste Tour zum Trail

360° - Klopeiner See - Petzen-Flow Country


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