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Signature Trails der Mountainbike Arena Paznaun-Ischgl

Velill-Trail

Trailfakten

Länge: 10,3 km
Tiefenmeter: 1.447 m
Aufstieg: Bergbahn, Forstweg
Bike-Empfehlung: All Mountain, Enduro, Trail
Schwierigkeit: schwer
Fahrtechnik: ●●●●○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●●

Beste Reisezeit: Ende Juni - Mitte September
www.ischgl.com

zur Signature Trails Trophy

Velill-Trail

Ischgl steht für grenzenloses Skivergnügen in einem Skigebiet der Extraklasse und einen der härtesten Bike-Marathons der Alpen. Doch der Name steht mittlerweile auch für hochalpines Trailvergnügen. Zum Beispiel auf dem Velill-Trail – dem Signature Trail der Region.

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Auf knapp 2.800 m am Idjoch startet der Velill-Trail über 10,3 km und 1.400 Höhenmeter zurück ins Tal. Zum Einstieg geht es bequem per Seilbahn. Hier am Idjoch – am Übergang von Ischgl zu Samnaun, auf den Spuren alter Säumer und Schmuggler, auf den Spuren des Ischgl Ironbike Marathon, aber auch auf den Spuren geologischer Besonderheiten – starten wir in unsere Abfahrt.

Hochalpiner Naturtrail
Die ersten Meter geben uns einen Vorgeschmack auf den Charakter des Trails. Naturnah bettet er sich in die alpine Felslandschaft ein, windet sich am Hang entlang und quert zwischen großen Felsen. Grünschimmernde Schichten im Gestein scheinen immer mal wieder durch. Der Velill-Trail hat seinen Namen vom gleichnamigen Bach, neben dem er den Großteil der Zeit verläuft. Sein bissig hochalpiner Charakter wird ab dem Zusammentreffen mit dem Velillbach auch etwas gemildert. Der Weg nimmt das Gefälle des Bachs auf und kreuzt diesen immer mal wieder. Ab diesem Zeitpunkt befinden wir uns im Velilltal, in dem wir vom winterlichen Pistengeschehen kaum noch etwas mitbekommen. Ruhig und beinahe unberührt liegt dieses Tal hier und verwöhnt uns mit einem Panoramablick, der seinesgleichen sucht. Saumspitze und Seekopf sind die klingenden Namen der 3.000er m kratzenden Gipfel auf der anderen Talseite.

Verschnaufpause an der Alpe
Wir folgen dem Bach noch ein wenig und gelangen schließlich an die Obere Velillalpe. Ein altes Almensemble, dass nicht mehr genutzt wird, sich mit seinen Sitzmöglichkeiten aber perfekt für eine Verschnaufpause und eine kleine Rast eignet. Es ist spannend, was sich biketechnisch in Ischgl in den letzten Jahren getan hat. Direkt unter der Flimjochbahn entstand ein neuer Trail, der gerade für Einsteiger perfekt ist, um sich an die teils fordernden Naturtrails zu gewöhnen. Darüber hinaus kann man in Richtung Engadin abfahren, um sich so das gesamte Gebiet zu erschließen – wie es damals die alten Schmuggler taten.

Ab der Velillalpe ändert sich der Charakter des Trails. Erst verläuft er in sanftem Gefälle oberhalb des Bachs und verschwindet dabei zunehmend im Wald. Hier wird er steiler und auch herausfordernder. Wurzeln, Steine und kleinere Stufen zwingen uns zur Konzentration. Wir können uns komplett fokussieren – Flow nennt man das mittlerweile. Ein traumhaftes Gefühl! Die letzten Meter kreuzen wir entlang des Zielhangs – Ischgl dabei immer im Blick. Wir hätten uns ehrlicherweise etwas anderes erwartet im Sinne der Superlative „größer, schneller, weiter“. Doch wir haben einen Naturtrail der Extraklasse gefunden. Einen Trail, der das Gelände der Paznauner Bergwelt perfekt aufnimmt und widerspiegelt. Ein Trail, den man sich erarbeiten muss, der aber auch mit Panorama, mit Kultur und Fokussierung auf das Elementare belohnt. Ein Signature Trail eben.

Die schönste Tour zum Trail


Flimjochtrail

Trailfakten

Länge: 3 km
Tiefenmeter: 435 m
Aufstieg: Bergbahn
Bike-Empfehlung: Trail, All Mountain
Schwierigkeit: mittel
Fahrtechnik: ●●●○○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●○

Beste Reisezeit: Ende Juni - Mitte September
www.ischgl.com

zur Signature Trails Trophy

Flimjochtrail

Wo einst Tabak und Seidenstrümpfe illegal über die Grenzen von Schweiz und Österreich gebracht wurden, biket man heute ganz legal. Im 18. Jahrhundert wurden der Talschaft, die von Kaiser Maximilian gewährte Zollfreiheit entzogen und seitdem florierte, bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, der Schmuggel. Doch die Geschichte des Paznaun reicht wesentlich weiter zurück. Bereits im 9. Jahrhundert wurde es von Rätoromanen über den Fimbapass aus dem Engadin her besiedelt und als Weidefläche genutzt. Der florierende Schmuggel ist damit nur ein weiterer Eintrag im Geschichtsbuch des Tales, das sich scheinbar schon immer im steten Austausch mit dem Außen befand.

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Der Tourismus ist dabei wohl einfach die nächste Stufe. Ein weiterer Austausch und ein Prozess, der sich stets im Wandel befindet. Der Sommertourismus ist hier stark vom Mountainbiken und anderen Bergsportarten geprägt. Und auch das geschieht übergreifend, immer im Austausch. Nicht nur der Fimbapass dient mittlerweile als Übergang ins Engadin, auch über das Flimjoch gelangen Biker mittlerweile über ehemalige Schmugglerpfade in die Schweiz und auch wieder zurück. Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier oben stehe. Und ich kann mich noch erinnern, als ich vor ein paar Jahren mit Freunden zum Sonnenaufgang hier hoch kam. Im Dunkeln stiegen wir auf und oben auf dem Joch warteten wir leicht fröstelnd zusammengekauert auf die wärmende Sonne. Doch noch bevor wir die ersten Strahlen erwischten wurde der 2.900 m hohe Berglerkopf in der Verwallgruppe gegenüber orange erleuchtet. Die Vorahnung auf Wärme stoppte unser Frösteln und wir begannen in uns hinein zu grinsen. Gleich würde es soweit sein, und schließlich wurden auch wir in sanftes Morgenlicht getaucht.

Das Erbe der Schmuggler ...
... und Säumer ist auch hier auf der Höhe gegenwärtig. Der Schmugglertrail führt hinab ins Engadin und kleine Hütten, die einst als Lager dienten, stehen noch immer. Wo damals 40 bis 50 kg schwere Rucksäcke mit Waren über den Berg getragen wurden, können wir heute biken. Der Flimjochtrail führt uns direkt von der Kammlinie bis zur 435 m tiefer gelegenen Idalp. Auf über 2.700 m startet der Trail in dieser beeindruckenden hochalpinen Landschaft. In zahlreichen Kurven, Wellen und Anliegern windet er sich am Hang entlang und wir müssen uns schon sehr konzentrieren, um nicht immer wieder auf die beeindrucken Gegengipfel zu blicken. Mit über 2.900 m hat es uns vor allem der Berglerkopf angetan. Zu wach ist einfach die Erinnerung an den Sonnenaufgang.

An der Idalp treffen wir eine Gruppe Alpenüberquerer. Beim Kaffee und Kuchen nehmen sie uns mit auf ihre Reise. Immer wieder ziehe es sie ins Paznaun, erzählen sie uns. Ihre ersten beiden Überquerungen haben sie bereits auf der Joe- und Albrecht-Route über den Fimbapass geführt und nun wollten sie einfach mal etwas Neues und queren über das Flimjoch hinein ins Engadin. Es sei die Mischung aus den alten Schmugglergeschichten, den kleinen Kapellen im Tal und der beeindruckenden Landschaft zwischen Verwall- und Silvrettagruppe, die sie immer wieder hierher zurückbringe.

Der Taja-Trail
Nach dieser kleinen Stärkung haben wir an der Idalp nun die Qual der Wahl. Wir können den Taja-Trail hinab ins Tal nehmen oder noch einmal auf den Kamm zurückkehren und dem Velliltrail hinab folgen. Wir entscheiden uns heute für den Taja-Trail, der uns bis zur gleichnamigen Alpe über zahlreiche Holzstege und durch sattgrüne Wiesen hindurch führt. Noch immer befinden wir uns hier über der Baumgrenze und so gleitet unser Blick wieder und wieder über die umliegenden Berge. Diese Mischung aus Flow und im letzten Abschnitt technischer Herausforderung sind der ideale Abschluss für unsere Tour. Erst hochalpine Felslandschaft, dann sattgrüne Wiesen und schließlich Wald. So hält das Tal nicht nur für unsere Alpenüberquerer, sondern auch für uns noch die ein oder andere Überraschung parat. Den ein oder anderen Trail, den wir noch nicht gefahren sind. Und so können wir wieder einen Weg von der Bucketlist streichen...
... und zahlreiche weitere hinzunehmen. Den alten Schmugglern haben wir uns damit, ebenso wie den Alpenüberquerern verbunden gefühlt. Auch wenn unsere Rucksäcke zum Glück wesentlich leichter waren.


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