Zugspitz Arena
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Signature Trail - Tiroler Zugspitz Arena

Blindsee-Trail

Trailfakten

Länge: 7 km
Tiefenmeter: 609 hm ab Traileinstieg
Aufstieg: Bergkastelseilbahn
Seilbahn: Grubig I und II insgesamt 1.037 hm
Bike-Empfehlung: Enduro, All Mountain
Schwierigkeit: Schwer

Fahrtechnik: ●●●●○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●●

Beste Reisezeit: Mai - November
Guiding: Bikeguiding Zugspitzarena
Einkehr: Grubighütte
www.zugspitzarena.com

Blindsee-Trail

Die Kulisse der 2.962 Meter hohen Zugspitze mit ihren Flanken, die ein wenig an die Dolomiten erinnern, ist atemberaubend. Der durch Korrosion gelöste Stein, welcher am Fuße der schroffen, zackigen Wände dem Berg ein Antlitz verleiht, als wäre er aus feinem Kies in die Höhe emporgeschoßen, beeindruckt. Das machen auch die Trails rund um die Zugspitze. Von den zahlreichen rund um Lermoos, Bichlbach oder Biberwier ist der Blindsee- Trail sicherlich einer der anspruchsvollsten. Wer das komplette Enduro-Erlebnis sucht, kommt hier voll auf seine Kosten.

Ei und Speck spare ich mir gewöhnlich für das gemütliche Frühstücken in den Hotels während der Ferien auf. Aber genau wie Ferien fühlt sich unser Ausflug in die Tiroler Zugspitz Arena an. Bestärkt wird dieses Gefühl durch unsere Nacht in einem wahren Wohlfühl-Hotel, dem Ehrwalderhof. Nach unserem fürstlichen Frühstück machen wir uns auf zu den Bergbahnen, von Ehrwald aus gerade einmal vier Kilometer entfernt. Parkplätze gibt’s unmittelbar bei der Bahn. Wer hingegen Ei und Speck direkt in Energie umwandeln möchte, kann hier gemütlich einrollen und ist dann schon warm für das, was einen noch erwartet. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die hydraulische Sattelstütze zu aktivieren und über den Forstweg von Lermoos zur Grubigalm, wo der Blindsee Trail startet, die rund 730 Höhenmeter zu radeln. Der Transport der Bikes mit den beiden Bahnen Grubig I und II, welche uns auf eine Höhe von 2.030 Meter zur Grubig hütte bringen, ist selbstverständlich kostenlos.

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Oben angekommen, die Fahrräder schiebend, laufen wir vorbei an der großzügig angelegten Terrasse der Grubighütte, wo Kind und Kegel bei Leberkäse und Kaiserschmarren ihre Ladung Vitamin D tanken. Von hier oben, so scheint es uns, liegt einem die gesamte Tiroler Zugspitz Arena zu Füßen. Ein letztes Mal noch wird die Aussicht genossen, bevor es – vorbei an Schäfchen – ein Stückchen auf der Forststraße hinunter in Richtung Grubigalm geht.

Kurz davor halten wir aber an. Auf einer gelben Tafel steht geschrieben: „Blindsee Trail“. Höhenmeter: 0, Tiefenmeter: 609, Schwierigkeit: Schwer/Expert (S3). Mit abgesenkten Sattelstützen treten wir los und stellen fest, dass wir unser Setup – entgegen den Höhenmeterangaben auf dem Täfelchen – erst mal wieder umstellen müssen. Rauf mit dem Sattel, Kette nach links, denn die ersten paar Hundert Meter gehen tendenziell bergauf, gespickt mit zwei knackigen, aber sehr kurzen, Anstiegen.

Bevor der Trail endgültig die Neigung ändert, schlängelt er sich durch eine offene Waldlandschaft und saftig grüne Wiesen; der süße Duft der vielen Fichten steigt uns sanft in die Nasenhöhlen. Wer die Wälder im kanadischen British Columbia kennt, dem rufen die Aromen „wilde“ Assoziationen ins Gedächtnis. Der Trail ist schnell – oder vielleicht sind es einfach nur wir? Wir verlieren uns im Genuss des Flows, der vielen kleinen Steps und Hüpfer. Wirklich ein gelungener Anfangsabschnitt.

Der Mittelteil ist dann etwas technischer. Nachdem der Trail den Wald verlässt, wird er steiler und um einiges anspruchsvoller. Trotz zum Teil kniffliger Passagen, bei denen der Regen Rinnen geformt und so einige Wurzelenden freigelegt hat, verliert der Trail seinen Flow nie ganz. Nach einigen Rock Gardens, in denen man gut daran tut, eine Linie zu wählen und ihr treu zu bleiben, kommen immer wieder, so scheint es, natürliche Anleger. Die Aussicht vom unteren Teil des Trails auf den Blindsee ist fantastisch. Dieser scheint direkt aus der Karibik importiert zu sein mit seinem marineblauen Wasser und den türkisfarbenen Ufern. Eine Prise Bergauf und Flow, gepaart mit technischen Schlüsselstellen – das volle Enduro-Erlebnis eben.

Der Schlussabschnitt führt uns wieder ein kurzes Stück über eine Forststraße, bis wir nochmals über einen Singletrail das Seeufer erreichen. Ein Sprung ins kühle Nass ist jetzt genau das Richtige, bevor die zehn Kilometer zurück nach Lermoos ausgerollt werden.

360° Blindsee Trail


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