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Signature Trail - Trentino

Kaiserjäger - Singletrail

Trailfakten

Länge: 33 km
Tiefenmeter: 1.190 hm (Trail: 750 hm)
Aufstieg: Über Kaiserjägerstraße, Auto/Bike
Bike-Empfehlung: All Mountain
Schwierigkeit: Schwer

Fahrtechnik: ●●●○○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●○

Beste Reisezeit: März - November
Einkehr: Refugio Serot
www.visittrentino.info/bike

Kaiserjäger - Singletrail

Daniele Acler ist Sportler. Das sieht man ihm auf den ersten Blick an. Freundlich empfängt er uns im familiengeführten Hotel Cristallo in Levico. In einer eigens eingerichteten Biker- Lounge sind die Karten der Region ausgebreitet. Daniele verliert nicht viele Worte - nach zehn Sätzen wissen wir alles Wesentliche: Familienverhältnisse (er ist der Sportler unter vier Brüdern), die Geschichte und Vorzüge unserer Residenz für die kommenden Tage und die Highlights der Region - und schon sind wir beim Thema: die-Kaiserjäger-Singletrail-Tour.

Am kommenden Morgen brechen wir direkt nach dem Frühstück auf. Es soll wieder sehr heiß werden heute und im Anstieg wird man von der Sonne gebraten, wenn man zu spät dran ist. Von Levico rollen wir kurz durch die Ebene Richtung Caldonazo bis zum Beginn des Anstiegs. Wir hatten Daniele nach einer alternativen Route zur Straße gefragt. Er besteht aber darauf, dass wir die Kaiserjägerstraße fahren. „Es gehört zur Tour!“, sagt er. Wir sind schon etwas enttäuscht, dass er uns als Local nichts anders empfehlen will. Ich mag keine Straßen! Doch auch beim Kartenstudium finden wir keine vernünftige Alternative. Die schroffe Felswand, die von der Hochebene Richtung Caldonazo abfällt, ist so steil, dass man sich kaum vorstellen kann, wo überhaupt eine Straße oder Wege verlaufen sollen. Während wir noch bergauf kurbeln und diskutieren, öffnet sich plötzlich der Blick Richtung Caldonazzosee.

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Die Straße schmiegt sich nun immer mehr an den Fels an, wird enger und enger. In den Berg gesprengte Tunnels führen zu weiteren tollen Ausblicken. Welch ein Wahnsinn, an solch einer Stelle eine Straße anzulegen! Wir sind fasziniert.

Nach etwa 700 Höhenmetern erreichen wir den Pass und verlassen die Straße. Die alte Militärstraße ist nun nur noch als Schotterstraße zu erkennen. Wellig führt sie durch dichte Laubmischwälder in die kleinen Dörfchen Slaghenaufi und Lanzino. Ruinen verfallener Militärgebäude und Soldatenfriedhöfe liegen am Weg. Grotesk! Wir können uns kaum eine friedlichere Landschaft vorstellen. In Höhe der kleinen Ortschaften wächst die Vorfreude auf den angekündigten Trail zurück ins Tal. Erste kleine Trail-Passagen und Schotterwege führen abwechslungsreich bis zum Einstieg des Kaiserjäger-Singletrails. Am Wegesrand stehen Kunstwerke, die in ihren organischen Formen der Natur nachempfunden wurden.

Dann endet der Schotterweg abrupt. Endlich! Der Trail! Ich kann mir einen Freudenausruf kaum verkneifen, Franzi legt direkt nach. Herrlich flowig windet sich der Pfad durch den Wald, bis sich der Blick auf das Tal öffnet. 700 vertikale Meter unter uns liegt der Lago di Caldonazzo. Wir sind hingerissen vom Ausblick und der genialen Strecke! Der Trail ist flüssig fahrbar an den Berg angeschmiegt. Ein paar Wurzelpassagen und Stufen würzen das Erlebnis. Nur zu schnell werden sollte man nicht. Hinter der nächsten Kurve könnte es direkt in den Abgrund gehen, also: höchste Konzentration! An einer Stelle ist der Fahrfluss unterbrochen. Treppen und kleine Brücken führen durch eine Passage, wo die Erosion dem Weg stark zugesetzt hat. Dann geht es weiter ... Verspielt schlängelt sich der Trail durch Felsen und Wald. Die Bäume krallen sich regelrecht an der Steilwand fest. Nach einiger Zeit wird der Weg wieder breiter. Wir schauen nun bereits weit ins Valsugana. Nach Süden wird es von eben dieser Felswand, an der wir uns befinden, wie von einer gigantischen Mauer begrenzt. Wir erkennen den Cima Vezzena; 1.400 Meter tief reicht der Felsabbruch an seiner Nordflanke.

Es wird heißer und heißer auf dem Weg ins Tal. Der Trail ist mittlerweile noch breiter geworden. In zahlreichen Kehren geht es auf grobem Schotter hinab. Ein paar nette Trails kürzen immer wieder ab und wir finden uns plötzlich an der Straße wieder. Mit breitem Grinsen und in Vorfreude auf leckeres Eis und einen Sprung in den Lago di Levico rollen wir schweißtriefend zurück nach Levico.

360° Kaiserjäger-Singletrail


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