Nauders
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Signature Trail - Nauders

Plamort-Trail

Trailfakten

Länge: 4,3 km
Tiefenmeter: 750 hm
Aufstieg: Bergkastelseilbahn
Bike-Empfehlung: Enduro, All Mountain
Schwierigkeit: Mittel

Fahrtechnik: ●●●●○
Fahrspaß: ●●●●○
Landschaft: ●●●●●

Beste Reisezeit: Juni - Oktober
Einkehr: Panoramarestaurant Bergkastel
www.nauders.com


Ganzes Video ab 13.08.2018

Plamort-Trail

Die „Pian dei Morti“ bildete während des zweiten Weltkrieges die Grenze zwischen Österreich und Italien. Imposant, aber auch gefährlich wirken die Panzersperren auf der Hochmoor-Ebene oberhalb von Nauders auf uns. Wo sich damals Soldaten in Bunkern und Schützengräben aufhielten, treffen wir heute unzählige Mountainbiker. Familien mit Kindern, Tagesausflügler, Racer, aber auch Freerider mit ihren Integralhelmen noch an die Rucksäcke geschnallt. Wie die Region um das Dreiländereck, Österreich, Italien, Schweiz, so bietet auch der Plamort Trail Abwechslung pur.

Viel zu edel für uns, denken wir, als wir den Essbereich unseres Vier-Sterne-Hotels betreten, das Alpen Comfort Hotels Central in Nauders. Gefühlt zehn verschiedene Müslivarianten, unzählige Joghurts, ja sogar Chia-Samen sind beim Frühstücksbuffet im Angebot. Da scheint es völlig normal, dass man seinen Honig direkt von einer waschechten Bienenwabe erntet. Das soll aber nicht das einzige Vergnügen des Tages bleiben. Schon bald finden wir uns im Sattel wieder, auf dem Transfer vom Hotel zu den Bergkastelbahnen, gerade einmal zwei Kilometer entfernt. Perfekt, um sich etwas einzurollen.

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Das heutige Ziel heißt Plamort Trail. Wer die längere Einfahrtrunde braucht, der kann selbstverständlich den 718 Höhenmeter und 7,6 Kilometer langen Aufstieg auf der Forststraße ab der Talstation Bergkastel in Angri. nehmen. Nicht nur der kleine, selbstgebaute Pumptrack neben der Talstation vermittelt uns den Eindruck, dass der Bike-Nachwuchs hier gefördert wird.

Im Allgemeinen wirkt Nauders extrem Biker-freundlich. Die Talstation der Bergkastelbahn ist so konzipiert, dass man mit dem Bike fast direkt vor die Gondel fahren kann. In der Gondel sitzend, gespannt darüber, was uns oben erwartet, schauen wir hinaus und entdecken im Wald direkt unter der Seilbahn einen frisch präparierten Flowtrail. Später erfahren wir im Gespräch mit den Shapern, dass dieser 2018 eröffnet wird. Es wird deutlich, wie ernst sie es hier mit dem Bike-Tourismus meinen. Das freut uns! Wir sind gespannt auf das Endprodukt.

Selbstverständlich kostenlos ist der Biketransport mit der Bahn, die uns auf eine Höhe von 2.200 m ü.NN zur Bergkastelrestaurant bringt. Ein letzter Blick auf die Karte verrät uns, dass wir den Plamorttrail über einen anderen Trail erreichen. Der Almtrail führt uns einen Kilometer vom Bergkastelrestaurant zur Stieralm. Dieser Kilometer hat es in sich! Wie in den Hang gewalzt finden wir einen Trail vor, der unser Spaßbarometer in den roten Bereich steigen lässt. Flow pur! Wir legen unsere Bikes in den Kurven ab, springen jede kleine und große Welle. Gaps, doubles, north shore und kurz vor der Stieralm noch eine perfekt geschmiedete Steilwandkurve – uns hat’s gefallen!

Der anschließende Aufstieg in Richtung Plamort-Plateau ist schnell geschafft, und nach einem kurzen Stück auf dem Forstweg finden wir uns vor dem Plamort-Trail-Täfelchen wieder. Über Wurzeln und Holzbrücken und schließlich über einen wahren Singletrail finden wir den Weg auf das Hochplateau und über die grüne Grenze nach Italien. Eine wunderbare Kulisse bietet sich uns dar.

Vorbei an wilden Pferden machen wir halt und überblicken die Märchenlandschaft um den Lago di Resia, mit dem „versunkenen“ Kirchturm – beinahe, als würde die Prinzessinn, eingesperrt im Turmzimmer, auf ihren Prinz Charming warten. Der klangvolle Name „Bunker Trail“ bezeichnet den letzten Abschnitt unserer Tour.

Bei angegebener Schwierigkeitsstufe S2 sind wir nicht ganz gefasst darauf, was uns tatsächlich erwartet: eine herrliche Mischung aus schnellen Flow-Passagen, die aber durch zum Teil extrem technische Lines unterbrochen werden – so abwechslungsreich wie alle Trails unserer Tour kombiniert. Ein echter Genuss! „Nochmal!“, denken wir uns, gönnen unseren Federelementen eine Pause und rollen zurück nach Nauders.


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